Weidensdorfer, Volmer, Tarlatt, Wegewitz
DDR Künstlerbücher - Vorzugsausgabe der Bibliographie

Vorzugsausgabe mit zehn signierten Originalgraphiken von Tobias E. Ellmann, Frieder Heinze, Wolfgang Henne, Helge Leiberg, Claus Weidensdorfer, Andreas Hegewald, Steffen Volmer, Ulrich Tarlatt, Olaf Wegewitz und Ulrich Panndorf, maßgebliche Bibliographie der DDR-Künstlerbücher aus den Jahren 1980-89, 27.5 x 20cm, 168 Seiten

Preis EUR 500,- inkl. MwSt.

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Autonome Kunst in der DDR
Noch lange nach dem Zusammenbruch der DDR Machtstrukturen 1989 konnte sich das Bild aufrecht erhalten, es hätte in der Kunst nur den Sozialistischen Realismus als Stilrichtung gegeben. Nicht ohne Grund ist dieses Bild entstanden. Die Partei-Kulturpolitik hat die Kunst gezielt zur Vermittlung staatlicher Positionen eingesetzt. Alles abseits davon, seien es abstrakte Positionen oder eine nicht "linientreue" Formensprache wurde schnell als formalistisch diskreditiert. Gefolgt von teils massiven Sanktionen wurden non-konforme Künstler aus dem breiten, der Öffentlichkeit zugänglichen Kultursektor ausgegrenzt. Neben der staatlich kontrollierten Kunst-und Kulturszene existierten aber immer auch autonome künstlerische Positionen. Individuelle und eigensinnige Standpunkte und Kunstäußerungen, innovative und unangepasste Akteure trugen zu einer künstlerischen Vielfalt der Kunstszene Ostdeutschlands bei. Wenn auch oftmals bedingt durch die staatlichen Sanktionen und Restriktionen nicht breit nach Außen sichtbar. Solche auch leider heute noch zum Teil wenig bekannte Positionen haben entscheidend zu einem breiten Spektrum individueller Kunst beigetragen und gewinnen zurecht zunehmend gebührende nationale wie internationale Beachtung. In wachsendem Maße widmen sich auch Forschungsprojekte und Bildungseinrichtungen der Thematik. Eine ständig zunehmende Ausstellungspräsenz unterstreicht die Bedeutung des individuellen Realismus in der ostdeutschen Kunst.