André Wagner

André Wagners Fotografien spielen mit dem Prinzip der Unschärfe, einer künstlerischen Technik, welche das Vergehen von Zeit im Bild deutlich macht – in urbanen Alltagsszenen etwa, bei denen die Passanten verschwimmen, während die Umgebung scharf bleibt.  Das Licht spielt in den Fotografien André Wagners eine entscheidende Rolle. Effektvoll eingesetzt, scheint es kraftvolle Naturerlebnisse zusätzlich mit besonderen Inhalten aufzuladen. Das macht Wagner sichtbar, denn die reine Ästhetik einzufangen, wäre ihm zu wenig. So wirken seine ungewöhnlichen Naturaufnahmen wie gemalt. Der Fotograf achtet darauf, möglichst wenig Zivilisation auf seinen Arbeiten zu zeigen und die Ursprünglichkeit der Natur in den Vordergrund zu heben. Um „mit Licht zu zeichnen“, wie André Wagner es ausdrückt, nutzt er bestimmte Blickwinkel oder auch Langzeitbelichtungen.

Seine Motive erhalten auf diese Weise einen weichen Charakter.
In seinen leuchtenden, farbigen, rauschhaften Bildern ist stets eine spirituelle Erfahrung immanent, auch wenn er die Veränderungen der Lebenswelt in ihrer Aktualität immer reflektiert: Die Fotografie, das Medium der Visualisierung von Zeit, von Lebenszeit, ist für ihn ein magisches, mystisches Feld, auf dem er sich immer wieder neu ausprobiert. Seine Arbeiten strahlen Energie aus – sie transzendieren die Realität in etwas Neues. Auch in dieser Hinsicht stellt André Wagner eine ganz eigene Position in der aktuellen Fotokunst dar.

„Das abgebildete Licht ist mein Weg durch die Zeit.“
André Wagner


Vita zu André Wagner


Werke