Emanuela Assenza
Hauch 2014

2014, Zeichnung, Kugelschreiber, Aquarellpapier

36 x 47 cm, unter Passepartout, in schmaler Naturholzleiste gerahmt


Preis EUR 1900,- inkl. MwSt.

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Beschreibung

Die Zeichnungen bestehen aus unzähligen, dicht aneinandergefügten einzeln gezeichneten Linien. Das Interesse an der Linie ist wesentlich mit dem Phänomen des zeitlichen Verlaufs ihrer Entstehung verbunden. Die Linie entsteht durch Bewegung eines Punktes innerhalb einer bestimmten Zeit. Deren Ausdruck verändert sich mit der Dauer, in der sie gezeichnet wird. Die Entschleunigung, die hier zum Zuge kam, erfordert Geduld und eine kontinuierliche Aufmerksamkeit über viele Stunden. Es geht dabei um das präsente Mitvollziehen der Linienbewegung, die auf dem Papier stattfindet. Diese Dichte der Linien kommt ohne Anwendung von Druck des Kugelschreibers auf dem Papier und unter Verzicht auf emotionale Beteiligung zustande; auf diese Weise bleiben die Linien zart und der Gesamteindruck anmutig und leicht. 



Kurzporträt

Emanuela Assenza, geb. 1963 in Dornach, Schweiz
Nach dem Studium der Germanistik und Philosophie an der Universität Basel kam Emanuela Assenza im Jahr 1986 durch Heirat nach Hamburg. Während der Erziehungszeit ihrer vier Töchter widmete sie sich kontinuierlich der Kunst und Musik. In den Jahren zwischen 2006 und 2013 absolvierte sie ein Studium der Kunsttherapie (Diplom) und ein Studium der Freien Kunst (Master of Fine Arts). Neben Seminaren und Lehraufträgen u.a. in Prag, Istanbul und Stuttgart stellt sie seit 2010 im In- und Ausland aus. Seit 2013 arbeitet sie als Dozentin an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Bonn. Auf der Grundlage freien Kunstschaffens sucht sie erkenntnis-wissenschaftliche und phänomenologische Zugänge zu bildnerischen Prozessen und zu Inhalten der ungegenständlichen Malerei. Im Zentrum ihres Interesses steht die Untersuchung bildnerischer Phänomene, insbesondere der Zusammenhänge zwischen dem künstlerischen Material und der sich daraus ergebenden Gestaltungsmöglichkeiten. Die leitende künstlerische Intention ist auf eine Wechselseitigkeit von Kunst und gesellschaftlicher Entwicklung ausgerichtet.